Novemberbekenntnis

Eigentlich brauch ich dich nicht. Hab dich noch nie vermisst. Erwischt mich eiskalt. Muss vorsorgen um dich zu überleben. Jeden Sonnenstrahl der den Weg sich bahnt, lass ich mir scheinen ins Gesicht. Abschied von meinen luftig leichten Sommerkleidern in Streifen oder Blümchenchic. Getauscht gegen Wollmantel in dunkelblau mit Mottenkugelduft. Zugeknöpft und warm verpackt beweg mich nun weniger beschwingt, fühl mich eingeengt in die eigenen vier Wände gedrängt, verbannt, aushalten Wind und Kälte. Schaffe Inseln dank Zentralheizung und Paraffin, Duftöl und Kamin. Drinnenzeit trifft Notstand. Ich brauch dich nicht, bist ein ungebetener Gast. Mach mir Kräutertee mit Honig frag mich was du mir zu sagen hast. Wieder zu mir finden, Rückzug aus den Biergärten, Picknickwiesen, Open Air Events, buddeln graben pflanzen im Garten, Sommerblumenduft, Menschenmassen in den Städten, Strandurlaub allinclusive, Romane lesen, auf Konzerten klatschen, Glühwürmchen entdecken, sich verlieben. Damit ich mich nicht verlier und weiß wohin geht es als nächstes hin, mich hin zieht, statt mich von der Masse treiben zu lassen, neue Energie tanken, frischer Blick, Schalk im Genick, Rückrad, eine kleine Revolution im Hinterkopf,

November tut gut, nur Mut.

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